„3 Days of Design“ kehrte für seine 13. Ausgabe nach Kopenhagen zurück. Unter dem Motto „Make This Moment Matter“ wurden Marken dazu angeregt, über die nachhaltige Wirkung von Design nachzudenken.
Drei Tage lang wurde die Stadt zur Bühne für Hunderte von Ausstellungen, Installationen und Produktvorstellungen. Anstatt dem Neulingswahn hinterherzujagen, konzentrierten sich viele Marken darauf, Produkte und Umgebungen mit Langlebigkeit zu schaffen, bei deren Gestaltung Atmosphäre ebenso im Vordergrund stand wie Funktionalität, und zu zeigen, wie Möbel zu bedeutungsvolleren Erlebnissen beitragen können.
Unser Team hat drei Tage lang Showrooms, Ausstellungen und Installationen in der ganzen Stadt erkundet. Hier sind die Highlights.
Audo Copenhagen | Gestaltung durch Atmosphäre
Die Ausstellung „Quiet Grandeur“ von Audo Copenhagenbeleuchtete eine ruhigere, nachhaltigere Vision des zeitgenössischen Wohnens und zeigte, wie Produkte Teil eines umfassenderen Designerlebnisses werden können, anstatt selbst im Mittelpunkt zu stehen.
Sieben neue Produkte der Audo-Kollektion, darunter der „Conrad Lounge Table“, der „Eave Seamline Lounge Chair“, der „Mauro Dining Chair“, der „Penguin Wooden Lounge Chair“ und der „Puffin Dining Table“, wurden neben den bestehenden Kollektionen vorgestellt und schufen Räume, die Ruhe ausstrahlten, zum Anfassen einluden und bewusst zurückhaltend gestaltet waren. Im gesamten Audo House erweiterten Installationen wie der Kinoraum und die Cocktailbar dieses Erlebnis über die Möbel hinaus und unterstrichen damit den Schwerpunkt der Ausstellung auf Atmosphäre, Gastfreundschaft und Verbundenheit.
Neben den Neuvorstellungen feierte Audo auch das 90-jährige Jubiläum von „The Tired Man“ und unterstrich damit die anhaltende Bedeutung zeitlosen Designs.



Fritz Hansen | Räume mit allen Sinnen erleben
Anstatt den Schwerpunkt ihrer Ausstellung auf Möbel zu legen, untersuchte Fritz Hansen mithilfe des „Sound Club“, der in Zusammenarbeit mit Technics entstanden ist, wie Klang, Licht und Materialien die Art und Weise prägen, wie Menschen Räume erleben.
Die Ausstellung, die sich über eine Hörlounge, einen Innenhof und den Flagship-Store erstreckte, untersuchte, wie Klang den Charakter eines Raums prägt und damit beeinflusst, wie wir uns darin bewegen, wo wir innehalten und wie wir mit unserer Umgebung in Beziehung treten. Sie machte deutlich, dass es bei der Gestaltung von Arbeitsplätzen zunehmend darum geht, Umgebungen zu schaffen, die Komfort, Konzentration und Wohlbefinden fördern, und nicht nur darum, Möbel auszuwählen.



HAY | Design für Langlebigkeit
Auf einer Fläche von über 1.500 m² entlang der Kopenhagener Kanäle vereinte die Ausstellung von HAYvergangene, aktuelle und zukünftige Designs in einer immersiven Installation, indem sie die Produkte vorübergehend aus ihrem alltäglichen Kontext herauslöste und sie miteinander in Dialog brachte.
Zu den Highlights zählten der „Pack Chair“, das „Mimi Sofa“ und der „Backflip Chair“ sowie überarbeitete Versionen der „Chisel Collection“, des „Tray Table“ und des „Mags Sofa“, die ab August 2026 erhältlich sein werden. HAY verfeinert und weiterentwickelt seine bestehenden Designs kontinuierlich – ein Ansatz, der die zunehmende Bedeutung von Langlebigkeit und Anpassungsfähigkeit in der gewerblichen Innenausstattung widerspiegelt.


Flokk | Eine Ausstellung, vielfältige Perspektiven
Anstatt den Fokus auf einzelne Produkteinführungen zu legen, zeigte die Ausstellung „Connecting the Dots“ von Flokk, wie eine Multimarken-Gruppe Produkte von HÅG, Offecct und Connection zusammenführt, um eine einheitliche Geschichte zu erzählen.
Zu den neuen Produkten gehörten der HÅG Minu, der Offecct Font Meeting Chair und Connection Terrain, die alle der steigenden Nachfrage nach flexiblen, auf Zusammenarbeit ausgerichteten Umgebungen gerecht werden. Gemeinsam zeigten sie, wie eine Markenfamilie unterschiedliche Herausforderungen am Arbeitsplatz bewältigen kann und dabei gleichzeitig eine einheitliche Designphilosophie beibehält.


Eine umfassendere Perspektive
An verschiedenen Orten in Kopenhagen feierten Marken wie Carl Hansen & Son, Vitra und &Tradition die anhaltende Bedeutung ikonischen Designs. Ob bei der Neuinterpretation von Klassikern von Hans J. Wegner oder bei der Würdigung von Meilensteinen im Werk von Verner Panton – im Mittelpunkt standen stets handwerkliches Können, durchdachte Weiterentwicklung und der bleibende Wert gut gestalteter Produkte.
Die vielleicht wichtigste Erkenntnis des diesjährigen Festivals war, dass gutes Design nicht immer laut sein muss. In fast jedem Showroom hatten Langlebigkeit, Materialtreue und das menschliche Erlebnis Vorrang vor Spektakulärem – ein Zeichen für die wachsende Nachfrage nach Produkten, die sowohl eine unmittelbare Wirkung als auch langfristige Relevanz bieten.
Bei allen Marken, die wir besucht haben, lag ein klarer Fokus auf zeitlosen, hochwertig gefertigten Produkten, die einen dauerhaften wirtschaftlichen Wert bieten und damit die Prioritäten der heutigen A&D-Branche und ihrer Kunden widerspiegeln.
– Kevin Craig, Einrichtungsberater – A&D
